Igitt Yvette – Dein Rat für keinen Tag

IgittYvette ist eine emanzipative Kunstfigur. Keiner weiß so genau wo sie eigentlich her gekommen ist. Angeblich aus Frankreich, angeblich ehemaliges unbekanntes Mitglied der drei Musketiere. Sie ist mal männlich, mal weiblich, mal dazwischen, gibt Ratschläge auf Anfrage und ungefragt. Sie ist eine Therapeutin wie man sie sich nur wünschen kann: extrem launisch, gefährlich oberflächlich, altklug, selbstinszenierend queer, keinesfalls essentialistisch, schwach nach Erde riechend und Sie ist keinesfalls ernst zu nehmen!

IgittYvett argumentiert willkürlich, nach Laune und gerne fies. Wenn Du einen ernsten Rat brauchst, schreib Ihr lieber nicht, es gibt auch seriöse Therapeuten im Internet. IgittYvett ist keine/r davon. Wenn Du ein bißchen Luft brauchst, oder einfach mal einen richtig verbalen Tritt in den Arsch, dann bitte nur zu. Dein Kommentar ist ihre Berufung!

P.s In ihrer Freizeit ernährt sie sich hauptsächlich von Eierlikör Ostereiern aus dem Jahr 2007


16 Antworten auf “Igitt Yvette – Dein Rat für keinen Tag”


  1. 1 Anonymous 31. Mai 2009 um 19:21 Uhr

    Liebe IgittYvett,

    ich bin Fussballer. Also ich mein, ich spiele richtig gut Fußball. Ich mag jetzt nicht hochstapeln, aber ich mache die meisten Tore bei uns im Team. Das ist auch gut so.
    Aber ich hab auch ein Problem. Immer, wenn ich ein Tor schieße, dann umarmen mich alle.
    Schauen Sie Fußball? Ich glaube Frauen schauen nicht so gerne Fußball. Auf jeden Fall werfen sich immer alle auf mich, wenn ich ein Tor geschossen hab. Das ist mir sehr unangenehm. Mir kommt das richtig schwul vor.Lauter schwitzende Männerkörper, die sich an mich drücken. Mir wird dann ganz heiß und leicht schlecht. Manchmal habe ich schon absichtlich neben das Tor geschossen, weil ich diese geknutsche und so nicht mag. Was soll ich nur machen? Ich möchte nämlich auch nicht aufhören Tore zu schießen.

    Bitte helfen Sie mir weiter. )ch bin so froh, dass ich Ihnen schreiben kann.
    Klaus

  2. 2 Igittyvette 01. Juni 2009 um 16:19 Uhr

    Lieber Klaus,

    Viele Frauen sehen Fußball. Ganz besonders viele Frauen bei der Bundeswehr. Die gucken auch Formel 1. Du kannst Dir das so vorstellen: Du spielst Fußball und Deine Freundin, die Dich auf Befehl erschießen würde, guckt vom Rande des Spielfeld hinter ihrem Bügelbrett zu. Wenn Du ein Tor schießt, freut sich Deine Freundin ungemein, weil Sie dann den Eindruck bekommst, dass Du ein erfolgreicher junger Mann bist und auf dem besten Wege ein Profi-Fußballer zu werden. Aber mir scheint Du hast gar keine Freundin? Kein Wunder….

    Interessieren würde mich noch was die Frauen auf Dich werfen, wenn Du ein Tor geschossen hast oder meintest Du Deine Fußballkollegen? Werfen Sie mit Bananen, Apfelsinen oder Körpersäften? Körpersäfte wären aufschussreich, ich könnte daraus auf eine allgemeine voyeuristische Grundhaltung schließen, die den Fußball mit dem Penis und den Tor mit dem Anus gleichsetzt…Naja und dein Treffer, wär dann halt das Ab-ritzen..?

    Fußball ist ja so ein Phänomen, das seinen Anreiz daraus zieht, dass Männer (die mit dem Phallus, der immer noch der Penis ist…) hier Emotionen zeigen dürfen. Sowohl beim Zuschauen also auch beim Spielen. Der Kontext des Fußballspielen hebt einige der Regeln des menschlichen Zusammenlebens, die normalerweise von einem strikten Tabu der Homosexualität geprägt sind, auf. Es gelten auch nicht mehr die üblichen Männlichkeitsideale. Statt Einzelkämpfertum und Beherrschung, regieren Emotionalität und Teamgeist. Ein Teamgeist, der sich über körperliche Grenzen hinwegsetzt. Die meistem Menschen empfinden einen Klapser auf den Hintern in der Umgebung eines Büros als übergriffig, als verletzend und erniedrigend. Auf dem Spielfeld heisst dieser Klapser nur: „Weitermachen“ und der Subtext dazu: „Verdammt hast Du einen geilen Knackarsch, schade dass ich ihn im Büro nicht anfassen darf“.

    Mein Rat lautet also. Statt auf dem Spielfeld die krampfige Heulsuse zu markieren, weil Du von Deiner Eigenerregung so über-“mannt“ worden bist, versuche doch mal dieses Gefühl in einer ganz anderen Umgebung weiterzugeben. Das kann beim Kegeln sein, oder auch beim Stadtbummel. Wichtig ist nur, dass die Hintern männlich sein sollten….Was für eine Raktion bekommst Du? Wie verhalten sich die Menschen auf diesen Klapser? Was löst der Klapser bei Dir aus? Was heisst „Hintern“ und was „hinten sein“ für Dich?

    Sicher habe ich Dir damit nicht weiterhelfen können, ist mir aber auch egal. Schreib doch das nächste mal an „11 Freunde“.

    Es berührt sich

    Deine Igittyvette

    Ps. Bist Du mit Klaus von Extra-3 verwandt?

  3. 3 Jacob 02. Juni 2009 um 23:24 Uhr

    Liebe IgittYvett,

    eine ernsthafte Therapeutin habe ich schon. Ob ich einen Tritt in den Arsch brauche weiß ich nicht. Meine Frage steht bereits hier: http://www.emptysignifier.de/2009/05/25/der-prolet-in-mir/

  4. 4 Igittyvette 03. Juni 2009 um 16:14 Uhr

    Lieber Jakob, hey Prolet,

    Du hast ne Arbeitsstörung. Siehs ein. Man geht nicht in die Bibliothek um Titten zu glotzen. Auch nicht Busen, Brüste, Boobs oder Hintern! In der Bibliothek hat man sich gefälligst auf seine Literatur zu konzentrieren. Wäre Dir plötzlich ein Elefant gegenübergesessen, hätte Dein Hirn auch gefunkt:

    „Elefant, Elefant, Elefant – wow!“

    Klar, jetzt kommt wieder das Argument dass Du ja den Elefant nicht f*cken willst, den Besitzer der Brust aber schon. Versuch doch das mal als eine politisch total inkorrekte Beschreibung eines übersexualisierten Körperteils zu sehen, die Du zu korrigieren hast. Wenn Du ehrlich gewesen wärst, hättest Du mir ja auch geschrieben, dass Dein Gehirn „Titten“ gefunkt und „f*cken“ gemeint hat. Hat es das nicht?

    Wie kommst Du denn darauf, dass die weibliche Brust etwas „zutiefst sexuelles“ ist? Vielleicht sehnst Du Dich vielmehr nach Anlehnung, nach der phallischen Mutter, die wir alle so mühsam verdrängt haben und uns jetzt immer heimlich zu Pornofilm glotzen zwingt. Und wieso macht Dich das Bauarbeiterdekoltee des Typen links vor Dir Dich nicht an?

    Dann deine Argumentation mit der Sozialisation. Die Gesellschaft ist schuld, die Medien haben sich an nackten Frauenkörpern überfressen und wir spucken dann halt unseren alltäglichen „Sexismus“ aus. Aber immerhin bin ich eine gespaltene Persönlichkeit, reflektiere mich und meinen inneren Proleten, so dass ich wieder ungestört auf den Ausschnitt glotzen darf. Aber wer ist das dein innerer „Proleten“ – kann es sein, dass der mal wieder Auslauf braucht (hatte er jemals Auslauf?) ich meine reflektiert dieser nervende Typ nicht Deine unbewusste Sehnsucht nach absoluter Männlichkeit, nachdem Goldkettchen im Ausschnitt, dem krausen Brusttoupe, dem Lasso am Gürtel und dem Bierkrug in der Bib?

    Ein Freund von mir hat seinen „inneren Proleten“ (den er konsequenterweise tagsüber ans Fließband geschickt hat) ab und zu heimlich nachts von der Leine gelassen. So völlig unreflektiert und voll wie ein Haus hat er dann diverse Frauen (und auch einige, die nur so taten als wären sie Frauen) angemacht. Das hat ihm eine Zeitlang geholfen. Vor allem ist ihm der Prolet echt schnell auf den Sack gegangen, weil er so langweilig war. Und morgens war er so verkatert, das er wieder nicht schreiben konnte.

    Lieber Jakob, dass Du Dich Judith Butler und Genderdekonstruktivismus verpflichtet hast und versuchst Teile Deines Selbst zu dekonstruieren, finde ich formidable! Muß ja auch nicht immer mit dieser Zusammenführung von theoretischer und sozial-realer Ebene klappen. Und Du könntest Ja das nächste Mal zu dem Ausschnitt hingehen und ihm einen Zettel hineinstecken („Bsp. Scheisse Dein Busen ist wunderschön“ – Der Glotzer – oder „Ich liebe Deinen Boobies“ eher schlecht ist: „Geile Titten – willst Du mit mir gehen?) Viel Glück!

    Es berüht sich

    Deine IgittYvett

    P.s. So eine Brust zum anlehen kann auch mal die von Deinem besten Kumpel sein.

  5. 5 Jacob 03. Juni 2009 um 17:00 Uhr

    Um mich von diesem verbalen Schlag ins Gesicht zu erholen, brauche ich bestimmt vier weitere Therapiesitzungen. Werde das weiter empfehlne.

  6. 6 frequenzen 04. Juni 2009 um 18:37 Uhr

    Hallo Jacob, ich hab von IgittYvett auch schon einige Tritte in die Eier_stöcke bekommen. (Ich vermute sie hat ein Eierproblem, deswegen auch die Eierlikörostereier). Ihr Problem ist, dass sie den Unterschied zwischen Dekonstruktion und Destruktion nicht verstanden hat.
    Nimm sie dir also bitte nicht zu sehr zu Herzen. Und sei froh, dass du sie nicht persönlich kennst, das ist wirklich anstrengend.

    @IgittYvett: so geht das nicht, du kannst nicht immer deine sexuellen frustrationen auf andere projezieren …

  7. 7 keiner 10. Juni 2009 um 21:22 Uhr

    Hey IgittYvett,

    Ich find Dich scharf! Du bist das Curry zu meiner Pasta, der Rotwein in meinem Bauchladen und die einzige Kokosnuss auf meiner Palme…ich glaube ich LIEBE DICH! Andererseits ich bin anders, als die anderen….ich hatte noch nie im wirklichen Leben einen Freund, auch keine Freundin. Jetzt habe ich versuch neue Freunde im Netz zu gewinnen, das klappt auch schon ganz gut, die einen schicken mir Bilder von ihrem Penis, die anderen Bilder von ihrer Katze. Ich bin aber gar nicht auf der Suche nach Sex, auch nicht nach einer Beziehung.

    Ich möchte gerne ein selbstidentisches, autonomes, begehrenswertes und dennoch begehrendes Selbst, ja und am liebsten, am liebsten möchte ich Subjekt sein.

    BItte Iggitti, sag mir wie das geht!

    Jetzt berühr ich mich auch

    Deine Ludmilla

  8. 8 Igittyvette 04. August 2009 um 13:32 Uhr

    Hallo Ludmilla,

    Es widerstrebt mir sehr Dir nun endlich zu schreiben. Deswegen habe ich mir auch zwei Monate Zeit gelassen, um Dir zu sagen, dass Du selbstverständlich wie auch alle anderen ständig und immer auf der Suche nach Sex bist….und natürlich auch nach das was man „Beziehung“ nennt. Es gibt ganz wenig Leute, die sich von diesen Basisbedürfnissen, wie sie von Medien und Gesellschaft suggeriert werden und in den sozialen Kontexten hochgekocht und in die Online Foren gematscht werden, befreien können. (Bitte wende dich an Frequenzen, um zu erfahren was das Wort „Befreiung“ hier heißen soll) Leider forciert unsere liberale aber auch engstirnige Gesellschaft das Bild des sich selbst-ermächtigenden Subjekts, gerne auch eines veralternden cartesianischen Subjekts, das in der Desmondischen Dekker Perfomanz „You can get it if you really want“ seine selbsterfüllenden Prophezeiungen übt. Natürlich gehören dazu auch die „but you must try, try and try“ Formeln. Hast Du das genügend respektiert? Sicher nicht und selbst wenn – egal. Ich verstehe auch nicht diesen ständigen Drang nach Autonomie. Autonomie von was denn? Leider präzisierst Du das nicht (hätte mich ja auch bei den Penis Bildern interessiert, die Präzisierung meine ich). Das mit dem Subjekt sein würde ich mir für später aufheben, Subjekt ist immer eine politische Kategorie, das scheinst Du nicht so drauf zu haben, solange kannst Du ja Deinen Individualismus raushängen lassen. Oder du versuchst es ein bißchen mit Selbst! Als psychische und sehr verletzliche Kategorie kann das eine Menge Abwechslung vom Subjektseinwollen versprechen: Viele schöne Worte fangen auch mit Selbst an:
    Selbst-losigkeit, Selbst-verstümmelung und Selbst-geißelung!

    Ich wünsche Dir viel Spaß mit Deinem neuen Selbst

    Es berüht sich
    IgittYvette

  9. 9 Oberbürgermeister 20. Januar 2010 um 10:59 Uhr

    Sehr geehrte Igittyvette,

    ich schreibe Ihnen anonym, weil ich als öffentliche Person allzu leicht Aufmerksamkeit erregen könnte. Ich bin Oberbürgermeister einer Stadt, die ich Ihnen leider nicht nennen kann, und meine Bürger und Bürgerinnen wollen einfach nicht verstehen, dass ICH am besten weiß, was gut ist und was sie wirklich wollen. Ich habe am 5. Februar einige wichtige Personen zu einem Empfang im Rathaus eingeladen und jetzt gibt es eine Kampagne gegen mich und den Vorwurf, ich würde mich mit Kriegstreibern vergnügen. Dabei wollten wir doch nur auf den FRIEDEN anstoßen und damit für die SICHERHEIT unserer Bürgerinnen und Bürger sorgen.
    Ich fühle mich wirklich ungerecht behandelt, weil ich so missverstanden werde. Vielleicht können Sie mir einen guten Rat geben, wie ich mit diesen ungezogenen Bürgerinnen und Bürgern umgehen soll, damit sie endlich verstehen, dass ich am besten weiß, was das BESTE für uns alle ist.

    Mit freundlichem Gruß, Ihr oberbürgermeister

  10. 10 Igittyvette 20. Januar 2010 um 21:03 Uhr

    Hallo Herr Oberbürgermeister,

    Warum nur habe ich das Gefühl, dass ich sie kenne? Irgendwie bezweifle ich auch stark, dass Sie wirklich ein Bürgermeister sind, sicher sind Sie wieder nur einer dieser armseligen Knackwürste, die nachts auf der Suche nach meinen großen Brüsten durch unseren Blog streifen…Ich möchte nun aber ausnahmsweise auf Sie eingehen (leider habe ich in letzter Zeit nicht mehr so viel zu tun wie früher, seufz):

    Da sind erstmal mehrere Wörter, die sie groß geschrieben haben: Ich, Frieden, Sicherheit, Beste…daraus schließe ich, dass sie vielleicht doch der Oberbürgermeister sind und keine Ahnung von den Gepflogenheiten des Web 2.0 haben: VERDAMMT BRÜLLEN SIE hier nicht so rum!

    Zum Ich. Das gefällt mir, das ist neurotisch, das bin ich auch. Aber ein Oberbürgermeister mit einem Ich? Hm, ist es vielleicht das Ober äh Über -ich, das Sie meinen? Giert es Sie eventuell gerade nach einer neuen Amtszeit? Oder ist es die phallische Mutter, die Sie treibt und statt Sado-Maso Pornos sind es eben Kriegstreiber, nach denen Sie sich sehnen.

    Frieden also, sie klingen als hätte man gerne Frieden vor Ihnen, sicher gibt eine Menge Leute die dem ständigen Druck im Februar auf die Strasse zu rennen und ihnen mit Plakaten und Pamphleten mal die Meinung zu sagen, leid sind. Nur damit diese Leute dann wieder äußerst unangenehmen Leuten in Kampf Uniformen begegnen müsse. Das nennt sich dann wohl Sicherheit.Fragt sich nur für wen? Zu ihrer eigenen Sicherheit, schätze ich also.

    Das „Beste“: Ich fürchte, dass Sie keine Ahnung haben was das Beste für ihre Untertan_innen ist und denke dass sie da mal wieder ihre eigenen Interessen mit denen des globalisierten Bayern verwechselt haben. Übrigens gibt es das „Beste“ genausowenig, wie den Begriff „Frieden“ „Sicherheit“ und „Ganzkörperbehaarung“. Bei Ihnen scheint mir heißt Frieden Logistik = Krieg, bei der Friedens-bewegung heißt Krieg Pazifismus und bei mir heißt es: Lassen Sie mich in Frieden und das Beste für micht ist meine Masturbation. Wenn Sie mich jetzt also bitte entschuldigen…

    Es berührt sich

    Igitt Yvette

  11. 11 p.r. 13. März 2010 um 13:19 Uhr

    Liebe Igittyvette,

    neulich als ich aus der Dusche kam hat mir meine Freundin sehr aufgeregt erzählt, sie habe einen Artikel gelesen, in dem über die Poritzen-Kameraführung bei Big Brother berichtet wurde. Während ich mich in aller Ruhe abgetrocknet habe (etwas verstohlen auch meine Poritze) hat sie mir erläutert, dass sie nach der Lektüre besagten Artikels beschlossen habe, ihr Promotionsthema zu ändern. Ihr neuer Arbeitstitel lautet nun:

    Po Ritzen?
    Selbstverletzung und Selbstpornographierung unter der Dusche

    Irgendwie habe ich den Verdacht, dass sie dringend therapeutischer Hilfe bedarf. Es heißt doch immer, dass diese Promotionsthemen tief in die Psyche der Doktorandin blicken lassen und ich mache mir Sorgen, dass es sich um eine Sexpraktik handeln könnte, die sie mit mir ausprobieren möchte …
    Liebe Igittyvette, bitte kannst du mir schnell antworten, was ich machen soll. Nächste Woche hat sie wieder ihr Forschungscolloquium und möchte dort ihr neues Thema vorstellen. Ich mache mir etwas sorgen, dass sie dort eine Kritik bekommen könnte, die ihr Selbst tief verletzen könnte.

    Mit den besten Grüßen,
    P.R.

  12. 12 Igittyvette 13. März 2010 um 18:12 Uhr

    Lieber Po R.,

    Interessant. Selbstverletzung? Selbstpornographierung? Also sich selbst unter der Dusche skizzieren?

    Find ich jetzt erstmal nicht so tragisch, oder kennst du irgendwelche wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit dem Thema Poritzen auseinandersetzen? Nein, na eben. Sei stolz auf Deine Freundin, dass Sie sich so ein ungewöhnliches Thema gesucht hat und bereit ist sich der Kritik anderer auszusetzen.

    Möglicherweise hat ihr Promotionsthema weniger mit ihrer Psyche als mit ihrer eigenen Poritze zutun. Baut ihr denn dieses Körperteil in euer Liebesspiel mit ein? Wie steht es mit Deiner eigenen Poritze? Du schreibst zwar, dass Du sie abtrocknest, aber fragst Du ab und zu auch mal nach, was Deine eigene Poritze von Dir will?

    Die Poritze als Sehnsucht nach dem Anderen, ihn sich einzuverlieben und zugleich seine andere und eigene Poritze zu akzeptieren! Und ist die Poritze nicht allein schon in ihrer Namesgebung ein schmerzhaftes Aufwachen, ein traumatisierender Effekt, der uns an unser Gespaltensein, das Getrenntsein erinnert, das sich in unserer Körperlichkeit signifiziert?

    Unterstütze Deine Freundin, massiert Euch doch mal gegenseitig die Poritzen: Wie fühlt sich das an? Welche Ängste kommen da in Dir hoch? Vielleicht möchtet ihr gerne eine dritte Person dabei haben, die Euch Anleitung geben kann (mein Honorar kann ich nur privat mitteilen…) Und mach deiner Freundin auch klar, wenn es Dir zu weit geht. Es gehört heute dazu auch als „Kerl“ einfach mal zu sagen, „das geht mir zu weit“, „das gefällt mir nicht so gut“ und wenn Deine Freundin besonders rabiat ist, hilft ein deutliches „Nein“ ( das wirst Du ihr allerdings verklickern müssen, nach wie vor wird im öffentlichen Diskurs davon ausgegangen, dass Männer immer alles wollen, insofern ist ein Nein eigentlich keine Option)

    Ich wünsch Dir viel Glück, schreib mir wie es war…

    Herzlich berührt sich

    Igittyvette

  13. 13 Uli Brause 04. Januar 2012 um 12:52 Uhr

    Hallo Igitte,

    Wir hatten das ja schon mal, das einige (u.a. Frequenzen) Dir ein Eier-Problem unterstellt haben. Deswegen frage ich auch Dich, also weil meine Freundin meinte, Du hättest da sicher einen Rat (mache ich das mit der Kommasetzung so richtig?). Ich bin so verunsichert, auch wegen der #genderinfizierung. Oder heißt es #genderifizierung, na egal. Aber um zum Punkt zu kommen in meinem Freundeskreis streiten sich auf einmal die Leute über den „Balls of Steel Award“ – also nicht darüber wer ihn kriegt (ich sicher nicht) sondern über den Begriff, weil er sexistisch wäre. Naja und meine Freundin (die ich gerne behalten möchte) meine eben, dass das sexistisch sei. Was meinst Du? Und hättest Du Vorschläge wie man das umbenennen kann?

  14. 14 Uli Brause 04. Januar 2012 um 12:53 Uhr

    hey und diese Webseite geht echt gar nicht mehr, das ist ja sowas von old….

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