Eindrücke der Infizierung


Ausstellung. Wir simulieren uns so um die Küche rum. Infiziert sind wir schon? Chili Cake, Hefeteigzwirbel, Weissweinschorle. In der Ecke frequenzt es. Neben uns plötzlich blonde lange Haare, schmale Figur, große Augen:“ Ob wir das wären mit dem Begehren?“ Kein Mangel in Sicht. Die Kühlschranktür geht auf. Die Kühlschranktür geht zu. Gerade so viel Phallus wie es kein Penis ist. Oder etwa doch? Man rückt schon ein bißchen gegen die Wand. Penetrantes kleines Andere. „Fickt euch doch alle“. Der Schnaps ist alle und das Blonde wird nervös. Zeit zu gehen. Obwohl Thomas Meineke so schön Frage und Antwort gibt. Hat man sich ihn den ganz anders vorgestellt? Bunter? Eher unscheinbar, nett und sympatisch, wie es so schön heißt: Unglaublich sympathisch und gar nicht mal so dick.


3 Antworten auf “Eindrücke der Infizierung”


  1. 1 frequenzen 28. November 2009 um 11:59 Uhr

    wenn irgendwas dick ist auf dieser ausstellung dann sind es die brüste von igittyvette oder speziell an diesem abend das verletzte herumstromernde blonde ego auf seiner verzweifelten suche nach etwas „fickbaren“, das die zunehmende frustration mit verbalen entgleisungen und unmengen an alkohol kompensieren musste.

  2. 2 frequenzen 28. November 2009 um 12:14 Uhr

    was mich allerdings wirklich interessieren würde und das meine ich (ausnahmsweise) ernst, ist die frage, was an einer vor sich hin stickenden & strickenden runde subversiv ist? ist stricken, sticken & co jetzt schon unabhängig vom kontext emanzipatorisch und geht es darum überhaupt?

    wo ist der kritisch-subersive impuls dieser tätigkeit, die im öffentlichen raum mit geschlechterrollen spielt, diese subversiv unterläuft und die herrschenden verhältnisse gewissermaßen einhäkelt (und damit sichtbar macht), wenn es sich um eine gemütliche überwiegend „weibliche“ runde handelt, die dem überwiegend „männlichem“ autoren (thomas meineke) – auch wenn dieser durchaus geschlechterkritisch auftritt – lauscht?

  3. 3 lilith 30. November 2009 um 22:25 Uhr

    hm, ich fand das ja auch eher befremdend, dabei kann das schon subversiv sein, haben ja genügend Beispiele gesehen, die auch mich alte Häkel Skeptikerin staunen haben lassen, durchbohrte Bänke mit Strick Graffiti oder Röcke mit Hosen-Einlege-Schlitz-ihr-ihr-wißt-doch-was-ich-mein…und vieles mehr. Indess: Nicht überall wo Wolle draufsteht, kommt ein subtiler Strick Witz raus. Wie geht es eigentlich Igitti? Hörte Sie wohnt jetzt bei Dir?

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