Archiv für Januar 2011

Gendersalon in der Glocke München

Ihr seid herzlich zum zweiten ‚Gender Salon‘, veranstaltet durch den
Lehrstuhl Prof. Villa eingeladen. Zu Gast ist diesmal die Kuratorin
Bettina Knaup (Berlin), die einen Vortrag zum Thema

„Strategien der Un/Sichtbarkeit in feministisch-queerer Performancekunst“

hält.

Anhand aktueller kuratorischer Projekte wie „re.act.feminism ­
performancekunst der 1960er und 70er Jahre heute“ wird Bettina Knaup
feministisch queere Perfor-mancekünstlerInnen verschiedener Generationen
vorstellen, die Performancekunst als Laboratorium für neue Formen
(kollektiven) Handelns und gesellschaftlicher Praxis begreifen.
Anschließend gibt es, wie immer, die Möglichkeit zur Diskussion.

Der Gender Salon findet am Mittwoch, den 26.Januar 2011 um 20h in der
Glocken-bachwerkstatt (Blumenstr. 7, 80331 München) statt.

Eintritt 3€

Weitere Informationen findet Ihr hier:

Verletzbarkeiten am Freitag

Der Lunchtalk oder die feministische Kunst des Handelns in der Wissenschaft (Hark) entpuppte sich leider als Kaugummi-deske Veranstaltung, Keine kulinarischen Genüße , keine inhaltlichen Ergüsse. Dabei versprach die Zusammensetzung des Podiums und auch das anvisierte Thema „Umbau der Hochschulen – Gender nur als Ressource“ einiges an Aufmerksamkeit. Zu Recht ist die Frage nach Gleichstellung weiterhin wichtig, genauso wie die Fragen nach der Ausrichtung und Positionierung der Gender Studies in den Hochschulen. Und können bzw. müssen die analytischen Ressourcen dieses Faches nicht auch in andere Fächerzusammensetzungen fließen? Ich werde hier der Reihen nach ein paar der Sprecherinnen mit einigen ihrer Auftakt Aussagen verknüpfen, um eine Art Collage dieser Veranstaltung anzubieten (natürlich verkürzt und gerne auch zusammenhangslos.)
Brigitte Schnegg, Leiterin des interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung Bern: „Früher: Hochschule als Ort androzentrischer Wissensproduktion, heute Gleichstellung wurde von Familienpolitik abgelöst.“
Marion Janosch, Universität Innsbruck: „Autonomen Frauenvereinen werden finanzielle Mittel gestrichen (16.000 Euro) – Tendenz der Uni von Gleichstellung hin zur Familienpolitik.“
Antke Engel, Queer Theoretikerin aus Berlin kam mit drei Analsyseebenen: „1.Förderung unabhängig von Gender, Alter, Sexualität, Race ect. – brauchen kritische-analytische Herangehensweisen auch in der Gleichstellungspolitik. 2. Gender wird als Männer und Frauen ausbuchstabiert: Ergo wir bleiben in der heteronormativen Matrix gefangen. 3. Verhältnis inner- und außerunsiversitärer Forschung: Wie kann außeruniversitäre Forschung in die Uni einfließen?“
Sabine Hark, Sprecherin der Fachgesellschaft, TU Berlin.“Wer hat wen verändert? Der Feminismus und die Gender Studies die Hochschulen oder umgekehrt? Gender Studies in der Mikrophysik der Macht der Hochschule eingeschrieben.“
Katharina Pühl, FU Berlin:“ Wo sind die Unterschiede zwischen KEG (Konferenz der Einrichtungen für Frauen – und Geschlechterstudien im deutschsprachigen Raum) und der Fachgesellschaft? Aufforderung wissenschaftspolitische Perspektiven zu diskutieren und Post-Colonial Diskurs, Critical Whiteness in den Diskurs um Diversity mit-rein-bringen.“
Nach diesen ersten sehr ausführlichen Statements und lokalen Verortungen der jeweiligen Personen und ihres Schaffens, mürbte sich die Veranstaltung so dahin, zwischen Aufforderung ,transdisziplinärer Wissensvermittlung“ (Pühl), die rein „zufällig“ (Hark) passierten und man wohl auch deswegen gezwungen sei mit „trojanischen Pferden“ (ebd.) zu arbeiten. Unterbrochen von einigen Zuschauer-einwürfen (die meistens ebenfalls aus der Riege der Gender Studies Professur sprachen): „Man möge mit den Studentinnen kommunizieren und kooperieren“ oder eher in die gegenteilige Richtung zielend:“den Umbau der Hochschule als Chance begreifen und einsehen, dass das leistungsbezogene-unternehmerische auch zu positiven Effekten in Bezug auf die Gender Studies führe.“ Sobald ein bißchen Zunder in dieser Art Richtung Podium geworfen wurde, zuckte der Raum, statt notwendiger inhaltlicher Diskussion oder auch Zurückweisung bestimmter Statments herrschte Magenknurren auf Seiten der Zuschauer/innen, Gedankenlosigkeit auf Seiten der Moderatorin und eine gewisse Gehemmtheit auf Seite der Podiumsteilnehmer/innen. Na, dann Prost, Mahlzeit Gender Studies. Zum Glück folgten dann aber zwei inhaltliche Blöcke, die durchaus spannend waren. (mehr…)

Verletzbarkeiten

verletzbar

Verletzt? Traurig? Prekär? Geschlechterkritisch? Gesellschaftskritisch?

Komm zur Fachtagung Fachgesellschaft Gender Studies

Wann?
Freitag 21.01.11 ab 12.00 Lunchtalk mit Antke Engel, Sabine Hark, Marion Janosch, Katharina Pühl, Brigitte Schnegg
LMU München: Raum HGB F 107

Das wird so eine Mischung aus Essen und gleichzeitig reden sein, über den „Umbau der Hochschulen – Gender nur als Ressource“ sein. Gerne Kommentare posten was wohl ein Lunchtalk sein mag?

Programm? Her damit!

Geht bis Samstag

Prekäre: 10 Euro alle anderen: 20

Wieviele cm liegen zwischen realen und virtuellen Räumen …?

Meterstab einpacken und
vom 14. – 16. Januar 2011
nach Tutzing fahren
und nachmessen:

Die Vermessung des Urbanen 3.0
Zwischen realen und virtuellen
öffentlichen Räumen

Den Programmflyer zur Tagung
gibt es hier

Thema der Tagung ist der bislang
kaum entdeckte Raum zwischen den
realen öffentlichen Räumen der Stadt
und den virtuellen öffentlichen Räumen
des Internets. Wir nennen ihn den
öffentlichen Zwischenraum”.

Eingeladen sind Pioniere, deren Projekte
sich in eben diesem Raum verorten.
Kommentiert wird von etablierten
Stadtsoziologen und Kulturdenkern.

… und auch ein paar frequentierte
Gedankenblasen wirds geben …