Archiv der Kategorie 'Denkstrukturen'

der Selbst-Slut-Test

Are you slut
aus gegebenem Anlass, mehr dazu unter

Marie-Luise Angerer: Selbst-Einwirkungen

Subjekt-Artefakte im 20. Jahrhundert und danach
Hörl im Zweifelsfall überspringen … und dann Angerer zuhören über Begehren, Mangelwesen, Psychoanalyse, Subjekte, Haraway, Hunde, Selbst-Pornographisierung, Foucault, Dispositive uvm. Online Vorträge hören ist durchaus lehrreich, kann aber auch eine Form der Schreibvermeidung sein

Angerer: Selbst-Einrichtungen: Subjekt-Artefakte im 20. Jahrhundert und danach from bkm on Vimeo.

textproduktion ohne worte

Protest in München: IgittYvette empört!

Zara S. Pfeiffer (Hg.): Auf den Barrikaden. Proteste in München seit 1945. Im Auftrag des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, April 2011 Protest in München seit 1945

Zara S. Pfeiffer (Hg.): Auf den Barrikaden. Proteste in München seit 1945. Im Auftrag des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, April 2011

Die stadtbekannte sich selbst und andere berührende Analytikerin Igittyvette hat gestern bei der hochoffiziellen Auftaktveranstaltung der Protestreihe und Präsentation des Protestbuches im Stadtmuseum München mit Abwesenheit geglänzt. Weder die Herausgeberin des Buches – eine gewisse Zara S. Pfeiffer – noch die Veranstaltungsmacherinnen Andrea Naica-Loebell und Ruth Oppl hatten es für nötig gefunden, IgittYvette, diese für die Protestgeschichte Münchens so herausragende Persönlichkeit, einzuladen. Zu einer öffentlichen Stellungnahme war IgittYvett heute morgen noch nicht bereit. In einem vertraulichen Gespräch lies sie aber durchscheinen, dass die Weigerung sie in dem Buch zu erwähnen und ihr einen gebührenden Platz in der Veranstaltungsreihe einzuräumen aller Wahrscheinlichkeit auf ein unbewusstes Verdrängen frühkindlicher Protestunterdrückungen zurückzuführen sei. Hinzu komme, dass das geheimnisvolle S. im Namen der Herausgeberin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf die simulierte Kompetenz dieser Person zurückzuführen sei.
Besonders zu bedauern ist, dass IgittYvette nach diesem für das Projekt „Protest in München seit 1945″ überaus peinlichen Versäumnis, nun nicht mehr bereit ist, ihre ausführliche Bildanalyse des so umstrittenen Protestplakates der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es bleibt zu hoffen, dass es gelingt den Veranstaltungsmacher_innen in den kommenden Wochen und Monaten ihre unbewusste Protesthemmung durch eine therapeutische Intervention (naheliegend wäre beispielsweise eine Tortung) auszutreiben, so dass es vielleicht doch noch möglich wird, die sicherlich tiefgehende Analyse des Protestplakates öffentlich zu machen. Denn es gibt wohl keine geeignetere Person als IgittYvette, die vielschichtigen Bildebenen, dieses beworfenen Münchner Wahrzeichens, dieser unberührbaren Schönheit, dieser antifemistischen Boxerin in ihrem Wechselverhältnis der Produktion und Rezeption herauszuarbeiten.

(Un)möglichkeit der Kritik im Postfordismus

kritnet

Hinterland Magazin & Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung laden ein zu einem

Gespräch über die
(Un)möglichkeit der Kritik im Postfordismus
Positionierungen zwischen Akademie und Aktivismus

Öffentliche Abendveranstaltung der 5. Arbeitstagung des Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimeforschung

Freitag, 25. Februar 2011
19.30 Uhr
EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, München

Es diskutieren:

Uli Brand. Professur für Politologie an der Universität Wien, langjährig aktiv im BUKO und Mitbegründer der Assoziation kritische Gesellschaftsforschung
Marion von Osten. Professorin für bildende Kunst an der Kunstakademie Wien, langjähriges Mitglied von Transit Migration und Initiatorin diverser Politik-Künstlerischer Aktivitäten
Thomas Seibert. Vorstandsmitglied von attac und der Stiftung soziale Moderne, wissenschaftlicher Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Mitglied der Interventionistischen Linken
Klaus Schönberger. Dozent für Kultur- und Gesellschaftstheorie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und Mitherausgeber verschiedener Bücher und Plattformen, die sich mit politischen Organisationsformen befassen
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Traute Heimlichkeiten am Stachus

Igittyvette hat sich fest vorgenommen dem Schaukasten einen Besuch abzustatten und sich öffentlich selbst zu befriedigen … (bleibt zu hoffen, dass sie dieses Ansinnen am Ende auf Grund zahlreicher therapeutischer Verpflichtungen wieder vergisst und uns dieser Anblick erspart bleibt, die Jugend soll schließlich unverdorben flanieren dürfen).

traute heimlichkeiten

traute heimlichkeiten rückseite

Wikileaks: Die Kruste der Geheimhaltung oder wie bestreike ich mich selbst?

Alexander Karschnia schreibt in der Berliner Gazette zwar etwas kursorisch, aber dennoch nicht unpassend über die „Lektionen des Lecks“:

„Eben das ist das Problem: Eine Macht im Staat zu sein und keine Gegenmacht, mitunter Anti-Staatsmacht. Zeitgenössische politische Theoretiker wie John Holloway aber fordern genau das – nicht länger das Spiel um die Macht im Staat mitzuspielen, sondern sie hinter sich zu lassen. Daher stellt sich die Frage, ob Assange’s Agentenkrimi wirklich subversiv ist oder nicht letztendlich stabilisierend wirkt. Nährt WikiLeaks nicht die alte Illusion der Verbesserbarkeit der Verhältnisse, während in Wirklichkeit die Verhältnisse nicht zu verbessern, sondern grundsätzlich zu verändern wären?“

[…]

„Wir wissen genau, was Vati & Mutti hinter verschlossenen Türen tun! Daher reicht es nicht aus, ES in ICH zu überführen und Geheiminformation in gesellschaftliches Wissen. Der Witz am Ödipus-Mythos ist ja, dass sich der Wahrheitssucher am Ende selbst erkennt. Hinter der alltäglichen Katastrophe des Kapitalismus stecken keine Verschwörer, okkulten Mächte oder Aliens, sondern wir. Beziehungsweise unser Tun, das uns abgespalten, entfremdet, verdinglicht als Waren gegenüber tritt – so fremd und faszinierend wie Assanges gesammelte Geheiminformationen.“

Verletzbarkeiten am Freitag

Der Lunchtalk oder die feministische Kunst des Handelns in der Wissenschaft (Hark) entpuppte sich leider als Kaugummi-deske Veranstaltung, Keine kulinarischen Genüße , keine inhaltlichen Ergüsse. Dabei versprach die Zusammensetzung des Podiums und auch das anvisierte Thema „Umbau der Hochschulen – Gender nur als Ressource“ einiges an Aufmerksamkeit. Zu Recht ist die Frage nach Gleichstellung weiterhin wichtig, genauso wie die Fragen nach der Ausrichtung und Positionierung der Gender Studies in den Hochschulen. Und können bzw. müssen die analytischen Ressourcen dieses Faches nicht auch in andere Fächerzusammensetzungen fließen? Ich werde hier der Reihen nach ein paar der Sprecherinnen mit einigen ihrer Auftakt Aussagen verknüpfen, um eine Art Collage dieser Veranstaltung anzubieten (natürlich verkürzt und gerne auch zusammenhangslos.)
Brigitte Schnegg, Leiterin des interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung Bern: „Früher: Hochschule als Ort androzentrischer Wissensproduktion, heute Gleichstellung wurde von Familienpolitik abgelöst.“
Marion Janosch, Universität Innsbruck: „Autonomen Frauenvereinen werden finanzielle Mittel gestrichen (16.000 Euro) – Tendenz der Uni von Gleichstellung hin zur Familienpolitik.“
Antke Engel, Queer Theoretikerin aus Berlin kam mit drei Analsyseebenen: „1.Förderung unabhängig von Gender, Alter, Sexualität, Race ect. – brauchen kritische-analytische Herangehensweisen auch in der Gleichstellungspolitik. 2. Gender wird als Männer und Frauen ausbuchstabiert: Ergo wir bleiben in der heteronormativen Matrix gefangen. 3. Verhältnis inner- und außerunsiversitärer Forschung: Wie kann außeruniversitäre Forschung in die Uni einfließen?“
Sabine Hark, Sprecherin der Fachgesellschaft, TU Berlin.“Wer hat wen verändert? Der Feminismus und die Gender Studies die Hochschulen oder umgekehrt? Gender Studies in der Mikrophysik der Macht der Hochschule eingeschrieben.“
Katharina Pühl, FU Berlin:“ Wo sind die Unterschiede zwischen KEG (Konferenz der Einrichtungen für Frauen – und Geschlechterstudien im deutschsprachigen Raum) und der Fachgesellschaft? Aufforderung wissenschaftspolitische Perspektiven zu diskutieren und Post-Colonial Diskurs, Critical Whiteness in den Diskurs um Diversity mit-rein-bringen.“
Nach diesen ersten sehr ausführlichen Statements und lokalen Verortungen der jeweiligen Personen und ihres Schaffens, mürbte sich die Veranstaltung so dahin, zwischen Aufforderung ,transdisziplinärer Wissensvermittlung“ (Pühl), die rein „zufällig“ (Hark) passierten und man wohl auch deswegen gezwungen sei mit „trojanischen Pferden“ (ebd.) zu arbeiten. Unterbrochen von einigen Zuschauer-einwürfen (die meistens ebenfalls aus der Riege der Gender Studies Professur sprachen): „Man möge mit den Studentinnen kommunizieren und kooperieren“ oder eher in die gegenteilige Richtung zielend:“den Umbau der Hochschule als Chance begreifen und einsehen, dass das leistungsbezogene-unternehmerische auch zu positiven Effekten in Bezug auf die Gender Studies führe.“ Sobald ein bißchen Zunder in dieser Art Richtung Podium geworfen wurde, zuckte der Raum, statt notwendiger inhaltlicher Diskussion oder auch Zurückweisung bestimmter Statments herrschte Magenknurren auf Seiten der Zuschauer/innen, Gedankenlosigkeit auf Seiten der Moderatorin und eine gewisse Gehemmtheit auf Seite der Podiumsteilnehmer/innen. Na, dann Prost, Mahlzeit Gender Studies. Zum Glück folgten dann aber zwei inhaltliche Blöcke, die durchaus spannend waren. (mehr…)

Verletzbarkeiten

verletzbar

Verletzt? Traurig? Prekär? Geschlechterkritisch? Gesellschaftskritisch?

Komm zur Fachtagung Fachgesellschaft Gender Studies

Wann?
Freitag 21.01.11 ab 12.00 Lunchtalk mit Antke Engel, Sabine Hark, Marion Janosch, Katharina Pühl, Brigitte Schnegg
LMU München: Raum HGB F 107

Das wird so eine Mischung aus Essen und gleichzeitig reden sein, über den „Umbau der Hochschulen – Gender nur als Ressource“ sein. Gerne Kommentare posten was wohl ein Lunchtalk sein mag?

Programm? Her damit!

Geht bis Samstag

Prekäre: 10 Euro alle anderen: 20

Entfällt: Postkoloniale Perspektiven auf Migration und Entwicklung

Die Veranstaltung entfällt, da die Referentin auf Grund von Witterungsbedingungen leider nicht nach München kommen kann!

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. María do Mar Castro Varela

Postkoloniale Perspektiven auf Migration und Entwicklung

2. Dezember 2010 | Eine-Welt-Haus München | Weltraum Souterrain | Schwanthalerstr. 80 | Beginn 19.30 Uhr | Eintritt 2/3 Euro (nach Selbsteinschätzung)
grenzposten >> oeku-buero münchen | [muc] münchen postkolonial

Es sind die anderen, die migrieren, die anderen, die sich entwickeln müssen und natürlich auch die anderen, die sich zu integrieren haben. Aber wer sind eigentlich diese anderen oder besser, wie werden sie zu den anderen gemacht? Und wer bestimmt die Normen und Regeln, nach denen diese sich dann zu „integrieren“ und zu „entwickeln“ haben? Die Frage, wer dazugehört und wer nicht, die Frage, wer Teil einer Bevölkerung ist und entlang welcher Normen und Herrschaftsmechanismen der Ein- und/oder Ausschluss von Menschen verläuft ist nicht nur in den aktuellen Auseinandersetzungen um Migration und Integration zentral, sondern auch eine zentrale Frage postkolonialer Theorie. Rassismus als konstitutives Element für die Schaffung einer Bevölkerung wird in hier ebenso in den Blick genommen wie die Disziplinierungs- und Normalisierungsprozesse über die Bevölkerungen regiert werden. Die Frage „Wer gehört zur Bevölkerung?“ ist deshalb unserer Meinung nach nicht nur eine analytische, sondern auch und vor allem eine politische, die auch andere politische Auseinandersetzungen, wie beispielsweise antirassistische Praxen oder die Forderungen nach Bewegungsfreiheit und gleichen Rechten für alle, in den Blick nimmt.

Prof. Dr. María do Mar Castro Varela ist Diplompsychologin, Diplompädagogin und promovierte Politologin. Seit 2007 ist sie Professorin an der Alice Salomon Fachhochschule in Berlin. Ihre Schwerpunkte sind Rassismus, Gender und Queer Studien sowie Postkoloniale Theorie.