Tag-Archiv für 'Öffentlich'

Kommentar: Pirat-innen Ahoi…

Blub, blub…wäre vielleicht besser. Ist ja kein neues Thema „Piratenpartei“ und Gender bzw. „Feminismus.“ Sollte man in diesem Zusammenhange wahrscheinlich nicht erwähnen, das klingt wahrscheinlich zu sehr nach ,Entern in Strickstrumpfhosen‘ und dialoger Unfähigkeit. (mehr…)

Spaß mit ungewöhnlichen Orgasmen

re.act.feminism

performancekunst der 1960er und 70er jahre heute

klar haben wir den ausflug in die hauptstadt nicht nur darauf beschränkt, den worten von judith butler zu lauschen. unter anderem haben wir uns auch durch die durchweg sehenswerte ausstellung re.act.feminism führen lassen und es sehr bedauert, dass wir nicht die zeit hatten, sie und insbesondere das videoarchiv uns ein zweites mal ungeführt ansehen zu können. naja, auch ein grund mal nach budapest zu reisen.

mein persönliches highlight dieser ausstellung war kate gilmore mit ihrem endlosversuch auf rollschuhen eine art holzrampe mit kreuzigungsanleihen raufzuklettern. eklige blutartige flüssigkeit, die schwallartig runterläuft und rampe und rollschuhträgerin immer mehr einsaut. hat bei mir einen voyeristisches immer-wieder-hinschauen-müssen ausgelöst: aber schaut selbst hier:
kate gilmore | Cake Walk | 2005

Wege aus dem Kapitalismus


Heute Abend um 18 Uhr ist in München die Eröffnung einer Gruppenaustellung: Wege aus dem Kapitalismus Gemälde, Fotos, Collagen, Installationen und das Textilobjek von Ragtreasure Steffi Müller.
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Und sie laufen wieder

In einem Monat belästigt uns die vierte exorbitante Staffel über weibliche Körpermodule vorherrschender Schönheitsnormen. Heidi Klum hat kürzere Haare, Seal ne Neue (Platte) und wir dürfen wieder ein paar unemanzipierten Hühnern auf ihrem Run zum Anpassertum und Konformismus Beifall heischen. (mehr…)

Gayatri Chakravorty Spivak in Berlin

Grade lese ich hier, dass Gayatri Spivak im Februar 2009 nach Berlin kommt. Schade, zwischen dem 3. Februar und dem 14. ist es doch zu lange, um in Berlin zu bleiben und München-Berlin zweimal in so kurzer Zeit leider etwas zu teuer für meinen aktuellen Geldbeutel.

Gayatri C. Spivak, Columbia University, kommt im Rahmen der Tagung “Area Studies Revisited. Transregional Studies in Germany”, nach Berlin. 14. Februar 2009, Max-Liebermann Haus Berlin.
Um Anmeldung wird gebeten unter fh@wiko-berlin.de oder 030/89001-267

Spivak, die sich selbst als „praktische marxistisch-feministische Dekonstruktivistin“ bezeichnet, ist Professorin an der Columbia University in New York und einflussreiche Vordenkerin des Postkolonialismus. Ihr Aufsatz „Can the Subaltern Speak?“ gilt als einer der Gründungstexte der Postcolonial Studies.

Wirkmächtige Diskurse und der Hut von Frau Ypsilanti

Keine Frage, das heutige hessische Wahlergebnis ist eine deutliche Niederlage für die SPD. Dass Frau Ypsilanti ihren Hut nehmen musste, während Herr Koch seinen Schlapphut jetzt wieder richtig aufsetzen darf, ärgert mich, auch wenn ich mich sicher nicht als SPD-Anhängerin bezeichnen würde. Nicht der „Wortbruch“, sondern der Diskurs um den „Wortbruch“ Frau Ypsilantis, ist dafür wohl verantwortlich. Dabei gehört der Wortbruch sicher nicht zu den vom Aussterben bedrohten politischen Äußerungen. Aber Wortbruch ist nicht gleich Wortbruch. Wortbrüche sind höchst individuelle Charaktere, die – je nachdem – mehr oder weniger beliebt sind. Der „Wortbruch“ Frau Ypsilantis war wohl besonders beliebt, deshalb nimmt sie jetzt ihren Hut und Hessen muss die nächsten Jahre mit Herrn Kochs Schlapphut leben.

nationaler feminismus? rechtsextreme feministinnen?

Was ist das denn? Frauen, die sich in der Rechtsextremen Szene tummeln, beschränken sich doch als „dumme Hausweibchen“ auf das bewundern und bekochen ihrer hart prügelnden Kameraden?
So wie Palitücher und Che Guevara schon einige Zeit nicht mehr ausschließlich linke Aushängeschilder oder popkulturelle Accessoires sind, sondern auch in der rechtsextremen und neonazistischen Szene als Deko verwendet werden, bedient sich die (weibliche) rechtsextreme Szene inzwischen auch im feministischen Baukasten. Mit der Rattenfänger-Theorie hat das meines Erachtens weniger zu tun.
Das jungfeministische Buch „Neue deutsche Mädchen“ hat mit diesen Deutschen Deerns zwar auch nichts zu tun, der Titel des Buches ist trotzdem daneben.

Artikel in der Jungle World über Rechtsextremismus und Feminismus
Düütsche Deerns, wir kriegen euch! Nach Che Guevara und den Palästinenser­tüchern haben Rechtsextreme auch den Feminismus für sich entdeckt | Flora Eder

Oder zum anhören,
eingefangen von Judith Albrechzt | Radio Corax Halle | 19.08.2008

Quelle

Judith Butler im Portrait

Warum wird dieses Portrait von Judith Butler (das 2006 auf Arte gesendet wurde) nicht mal wieder ausgestrahlt? Zum Glück sind wir nicht zum warten und hoffen verdammt, sondern können uns das auch online anschauen. Sehr sehenswert und sehr verständlich: die meiste Zeit Englisch mit französischen Untertiteln. Und zwischendrin gibt es eine kurze wunderbare Stelle in der sich Judith Butler und Isabell Lorey auf deutsch unterhalten. Ich würde sagen, viel Vergnügen!

Teil 1

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Happy Queering Mister President!

Dass der Spiegel keine Vorkämpferin in Sachen Feminismus ist, ist nun wirklich keine Neuigkeit. Vermutlich waren es also keine queeren Träumereien, die den Spiegel dazu veranlasst haben Michelle Obama als Barack Obamas besten Mann zu bezeichnen, sondern öder alteingesessener sexistischer Sprachgebrauch. Kann ich mich aber auch nicht wirklich drüber aufregen. Spiegel nicht lesen, klar, aber nicht unbedingt aus Protest, sondern aus Langeweile.