Tag-Archiv für 'feuchtgebiete'

Elemente eines neuen linken Feminismus

Die Zeitschrift Das Argument 281 widmet sich diesmal den Elementen eines neuen linken Feminismus

Aus dem Inhalt:

Frigga Haug: Editorial: Elemente eines neuen linken Feminismus
Frigga Haug: Feministische Initiative zurückgewinnen – eine Diskussion mit Nancy Fraser
Tove Soiland: Gender oder Von der Passförmigkeit der Subversion. Über die Konvergenz von Kritik und Sozialtechnologie
Lynne Segal: Erneuerungen des Feminismus
Judith Butler: In Prozesse von Prekarisierung eingreifen
Terri Seddon: An einer „Politik des Wir“ arbeiten
Renate Ullrich: Feuchtgebiete und Neue deutsche Mädchen
Rüdiger Dannemann: Ágnes Heller zum achtzigsten Geburtstag
etc.

Rezension Bitterfotze: Bitter und kein bisschen sexy

Maria Sveland_heirat

Schweden – EU Vorzeigeimperium der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Eine hinreißende Geburtenrate von 1,8 % (für den ein oder anderen Konservativen) und den größten Anteil berufstätiger Frauen von etwa 80%. Land des geschlechterunabhängigen Wickelvolontariats (13 Monate Elternzeit, bei 80% des Bruttolohns für den daheimbleibenden Partner) und für nahezu die Hälfte aller Kinder unter 3 Jahren gibt es staatliche Krippenplätze…

Maria Sveland, Fernsehwissenschaftlerin und schwedische Journalistin hat ihr erstes Buch veröffentlicht, das dem Mythos Schweden einen saftigen Tritt in die Eingeweide verpasst. (mehr…)

Schatz? F*ckst Du mich bitte!

Wenn man bis zum Platzen geil ist und einen Mann haben will, vergisst man leicht, dass das verboten ist. Das heißt, wenn du eine Frau bist“, so leitet sie ein Kapitel ein. Es wird die bittere Abrechnung einer Frau, die ihre Bedürfnisse unterdrücken musste. Bis heute, so Sveland, dürfen Männer sexuell aktiv sein, gelten dabei sogar als Erfolgstypen, Frauen aber nicht – sonst werden sie als „Hure“ beschimpft.“

Wie Krokusse aus dem Boden – zahlreiche neue Bücher von weiblichen Autoren springen oder sprangen auf den sexy Zug: Im Februar erscheint jetzt das Buch „Bitterfotze“ von der Schwedin Maria Sveland (s.o)

sexitime

Feuchtgebiete und Fleckenteufel

Mädchenrosa und Jungsblau: als ich gestern an einem etwas größerem Buchladen vorbeigelaufen bin, hat mich die strukturelle Überrepräsentation dieser beiden Farben fast umgehauen. Zwei gigantische Buchstapel, die bis auf die Farbe nahezu identisch ausgesehen haben. Der eine altbekannte bestand aus den Feuchtgebieten von Charlotte Roche, der andere auf der hellblauen Variante für Jungs mit dem überaus originellen Titel Fleckenteufel von Heinz Strunk:

feuchtgebiete fleckenteufel

Was soll ich dazu sagen? Klar, zunächst meine Bewunderung an den Rowohlt Verlag und den Autor Heinz Strunk für diese nicht ganz dumme Vermarktungsstrategie. Dass die Buchläden dankbar auf diese Strategie eingehen, sollte auch nicht zu sehr verwundern. Aber stopp mal, es nervt einfach. Zugegeben, ich habe den Fleckenteufel noch nicht gelesen, aber ich gehe mal nicht davon aus, dass es sich nicht um einen jungen Mann mit Sauberkeitswahn und Putzfimmel handelt. Also ich dachte, es ginge Charlotte Roche nicht zuletzt darum, dass es sie nervt, dass von Frauen immer erwartet wird ihre Nicht-Kopfhaare zu entfernen und ihre Feuchtgebiete zu parfümieren. Dass es gesellschaftlich akzeptiert ist, wenn Männer rumbatzen, ist doch nichts neues, oder? Kritisches Potential? In die Tonne treten! Ich werde das ganze bei Gelegenheit mal im Buchladen lesen und mein Geld dann lieber in einen Zizek oder ähnliches investieren.