Tag-Archiv für 'kapitalismus'

Slavoj Zizek: Die Krise bietet keine Katharsis, sie schürt unsere Fesseln noch enger

Zizek: „Wir dürfen nicht einfach den Zug der Geschichte mitfahren, wir müssen die Notbremse ziehen bevor wir an die Wand fahren. Das müssen wir uns bewusst machen, es hängt alles von uns ab. Wenn wir die historische Entwicklung einfach so weiterlaufen lassen, dann wird es in einer noch nie dagewesenen sozialen und ökologischen Katastrophe enden. Wir müssen endlich handeln, ohne darauf zu hoffen, dass ein großer Anderer oder die Geschichte auf unserer Seite ist. Niemand ist auf unserer Seite.“

Zizek: Humanität konsumieren

Interview mit Slavoj Zizek über Kapitalismus und Krise

Die ultimative spätkapitalistische Manipulation: Humanität wird Teil des Konsums anstatt Teil unseres Lebens zu sein. Kauf dies oder jenes und rette damit die Welt.

Wege aus dem Kapitalismus


Heute Abend um 18 Uhr ist in München die Eröffnung einer Gruppenaustellung: Wege aus dem Kapitalismus Gemälde, Fotos, Collagen, Installationen und das Textilobjek von Ragtreasure Steffi Müller.
(mehr…)

Queer Theory und Kapitalismus

queere Kapitalismuskritik mit Katharina Pühl. Warum eigentlich ist Berlin so weit weg? Mist! Aber vielleicht findet sich ja jemand, der_die das ganze aufzeichnet und online stellt?

Zum Ausgleich hab ich den Text bei gender-killer gefunden, der zwar nicht mehr ganz neu, aber immer noch lesenswert ist:
Queere Politiken im Neoliberalismus? Von Katharina Pühl

Die Diskussion um das Verhältnis von queeren Politiken und Ökonomie wird oft in eine unheilvolle Gegenüberstellung gebracht: queere Politiken seien “nur” eine Intervention in kulturelle Codes und Identitäts-bezogene Politikmuster der Kritik von Heterosexualität, sagen manche KritikerInnen. Die postmoderne, angeblich vor allem sprachbezogene Kritik des Subjekts verbleibe auf einer Diskursebene, die den ihnen zugrundeliegenden politisch-ökonomischen Verhältnissen äußerlich bleibt oder sogar zu deren Entpolitisierung, gerade gegenwärtig, in der neoliberalen beliebigen Bezugnahme auf verwertbare Identitätsmuster, beitrage. Umgekehrt resultiert aus einer Ökonomie-zentrierten Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse nur zu leicht eine “Ableitung” sozialer Kämpfe in der Sphäre von Kultur, die ihren “wahren” Widerspruch doch eigentlich im Verhältnis von Kapital und Arbeit hätten. Von manchen wird queerer Aktivismus als lediglich individuell-private Identitätspolitik als Antwort auf die Zweigeschlechternorm gelesen, die die strukturellen Widersprüche kapitalistischer Vergesellschaftung verkennt und ein subversives Außen suggeriert, das es nicht geben kann. (mehr…)