Tag-Archiv für 'kapitalismuskritik'

I feel cream…

Was denken Sie generell über die Finanzkrise? Macht sie Ihnen Angst?
Nein! Ich finde die Krise großartig! Fantastisch! Alles sollte einfach zusammen brechen. Das ist doch eine großartige Vorstellung: Der Kapitalismus verschwindet! Popstars verschwinden! Das ganze System verschwindet! Ich kann dazu nur sagen: »Hallo, Leute! Willkommen in Berlin!« So leben wir hier seit Jahren. Keiner hat hier großartig viel Geld. Und genau deshalb wissen die Menschen in Berlin auch, wie man eine gute Party feiert! Armes Amerika. Sie haben ihre coolen Clubs verloren, alles ist weg, was an Amerika mal Spaß gemacht hat. Und jetzt wollen sie es wiederhaben. Obama muss den Amerikanern das Leben zurückgeben. Die Lust am Leben. Ich möchte nicht in seiner Haut stecken.

Merril Nisker

Weiterlesen unter zeit online
oder der spex.
und am schönsten dichtet die - taz :

Wege aus dem Kapitalismus


Heute Abend um 18 Uhr ist in München die Eröffnung einer Gruppenaustellung: Wege aus dem Kapitalismus Gemälde, Fotos, Collagen, Installationen und das Textilobjek von Ragtreasure Steffi Müller.
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Queer Theory und Kapitalismus

queere Kapitalismuskritik mit Katharina Pühl. Warum eigentlich ist Berlin so weit weg? Mist! Aber vielleicht findet sich ja jemand, der_die das ganze aufzeichnet und online stellt?

Zum Ausgleich hab ich den Text bei gender-killer gefunden, der zwar nicht mehr ganz neu, aber immer noch lesenswert ist:
Queere Politiken im Neoliberalismus? Von Katharina Pühl

Die Diskussion um das Verhältnis von queeren Politiken und Ökonomie wird oft in eine unheilvolle Gegenüberstellung gebracht: queere Politiken seien “nur” eine Intervention in kulturelle Codes und Identitäts-bezogene Politikmuster der Kritik von Heterosexualität, sagen manche KritikerInnen. Die postmoderne, angeblich vor allem sprachbezogene Kritik des Subjekts verbleibe auf einer Diskursebene, die den ihnen zugrundeliegenden politisch-ökonomischen Verhältnissen äußerlich bleibt oder sogar zu deren Entpolitisierung, gerade gegenwärtig, in der neoliberalen beliebigen Bezugnahme auf verwertbare Identitätsmuster, beitrage. Umgekehrt resultiert aus einer Ökonomie-zentrierten Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse nur zu leicht eine “Ableitung” sozialer Kämpfe in der Sphäre von Kultur, die ihren “wahren” Widerspruch doch eigentlich im Verhältnis von Kapital und Arbeit hätten. Von manchen wird queerer Aktivismus als lediglich individuell-private Identitätspolitik als Antwort auf die Zweigeschlechternorm gelesen, die die strukturellen Widersprüche kapitalistischer Vergesellschaftung verkennt und ein subversives Außen suggeriert, das es nicht geben kann. (mehr…)